FRAMUS   BILLY - LORENTO

Baujahr 1961

  Framus als der grösste deutsche Hersteller von vor allem Saiteninstrumenten, konnte einige namhafte Endorser für seine Gitarren gewinnen. Darunter Atilla Zoller, Jan Ackermann und eben auch Billy Lorento, der in heutigen Tagen sicher jedem Insider unter dem Namen Bill Lawrence bekannt sein dürfte. Leider fehlt bei meinem Exemplar die originale Schlagplatte mit den Tonabnehmern, und sie wurde um sie elektrisch spielen zu können mit einem Atilla Zoller Neck - PU bestückt, um der Gitarre keine Schäden zuzufügen. Hals, Bespielbarkeit und überhaupt die Gesammtqualität der Gitarre sind hervorragend, und ich nehme sie immer wieder gerne in die Hand, da sie mich auch optisch sehr anspricht.

FRESHER  FIREBIRD - KOPIE
mit eingebauten Effektgeräten
Baujahr ~ 1978

  Seit den 70er Jahren, wurde der Weltmarkt mit Fernöstlichen Kopien wahrhaft überschwemmt. Vorerst aus Japan, die ohne Label und teilweise am Anfang in schlechter Qualität weltweit exportiert wurden. Es gab so gut wie kein Original, dass nicht ein japanisches Ebenbild fand. Diese Dinger wurden dennoch gekauft, weil sie relativ gesehen sagenhaft Preisgünstig waren. Aber es wären nicht die Japaner, hätte man es bei diesem Zustand belassen. Man braucht ja nur in die Elektronik- oder Fotoindustrie schauen - KOPIEREN - VERBESSERN - UND SEHR OFT ÜBERFLÜGELN ! Was in diesem Metier ja einige bewiesen haben, man denke zB. nur an IBANEZ, TOKAI, .... die noch dazu laufend mit jeder Menge Innovationen verwundern. So auch in diesem Fall. Dieses sehr ordentliche Firebird - Modell beinhaltet eine ganze Menge an Effektgeräten, wie Buzz, Wah, Distortion, usw. die sich in puncto Leistung nicht hinter den damaligen Tretern verstecken müssen. Ansonsten, die typischen Firebird Eigenschaften.

GIBSON LUCILLE - B. B. KING
Baujahr 1994von B. B. King 1995 signiert !

  B.B.KING, über diesen Mann etwas schreiben zu müssen, hiesse Eulen nach Athen tragen, wie es so schön heisst. Vorbild eines fast jeden lebenden Gitarreros, und Quasi der Innbegriff des Blues schlechthin. So gut wie jeder hat sich schon mal einen seiner Riff`s ausgeborgt, und seine Spielweise gescannt! Dieses Signature - Modell, mit dem Namen “ LUCILLE “, wie B.B. sie liebevoll benamst, ist eine typische Gibson ES - 355, mit deren Schaltung, auch Stereo, aber geschlossener Decke ohne F - Löcher und etwas abgeänderter Hardware - eben eine Lucille -. Ach hier wieder der unverkennbare Sound, Lucille und Twin - Reverb! Bei einem Wien - Konzert im Jahre 1995 schleuste ich mich bei seiner Ankunft in sein Hotel ein, und ergatterte mir sein Autogramm auf einer eigens für diesen Zweck gekauften Lucille. Zusätzlich bescherte mir dieses Ereignis noch eine ausgesprochen liebenswürdige, man kann sagen - freundschaftliche  Unterhaltung mit dem Hero - natürlich über Blues und die Lucille !!!

GIBSON ES TRINI LOPEZ
Baujahr 1965
Patentsticker Pickups

  Die erstmals 1958 vorgestellte ES 335 ( ES - für Elektrik - Spanish ), so genannte Halbresonanz, da sie einen durchgehenden Systemblock hat, der mit dem Hals eine Einheit bietet, und der Body sonst hohl ist, hat eine Menge Anhänger gefunden. Auch ich zähle mich dazu, da ich in meiner aktiven Zeit vorwiegend Gitarren dieses Typs benutzte. Schier endlos ist die Zahl der Grossen die diesen Typ einsetzten. So mag es auch nicht verwundern, dass eben eine Menge Variationen, wie eben dieses Trini Lopez - Modell existieren, die zwar den totalen 335 er Sound haben, aber durch verschiedene Modifikationen auffallen. Hier ist ganz besonders der Headstock interessant, der nicht die bei Gibson übliche “ Buchform “ hat, sondern die bei Fender typischen Merkmale aufweist. Weiters sind auch die Schallöcher nicht die Typischen “ F “ - Löcher, sondern die so genannten “ Diamonds “. Was diese Gitarre ganz besonders auszeichnet, ist erstens die Bestückung der PU aus jener Zeit, eben die so genannten “ Patentstickers “, aber das Non Plusultra ist der ABSOLUT authentische Sound. Ein Freund, der alle ES Modelle in seiner Sammlung hat, war schlechthin von den Socken, als er sie live hörte. Über einen Fender, Vox und Marshall verglichen -” Habe nie eine Bessere gehört ! “Und nachdem ich Ende der 60er und Anfang der 70er selbst diese Modelle spielte, kann ich diese Aussage nur unterstreichen !

GRETSCH 6122 COUNTRY - GENTLEMAN

Baujahr 1967

  Ein Soundgigant seit den Anfängen des Rock`n Roll. Ob Duane Eddy, Eddie  Cochran, Elvis, George Harrison, der genau dieses Modell mit seinem Vox paarte, und Unmengen der ganz Grossen, aber allen voran der begnadete Chat Atkins, “ Mister GRETSCH “ in Person, haben mit dieser Marke Soundgeschichte geschrieben ! Eine Menge Innovationen, die nicht selten von Mr. Atkins kamen, wie aufgemalte Schallöcher, Saitendämpfer,... aber in erster Konsequenz die “ FILTER - Tron “ PU, und Anfangs die De Armond, die diesen fast schon unbeschreiblichen Wohlklang dieser Gitarren auszeichnen !

nach Oben